Die Philosophie der Antike by Wiebrecht Ries

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Gesang). Über diesem Gesang thront nach Heraklit die Fügung des Logos. Dem Verhältnis dieser beiden Arten von „Harmonie“ hat Platon im 10. Buch seiner Politeia (617 c) ein herrliches mythisches Bild beigesellt: Die drei Moiren, die Töchter der Notwendigkeit, sitzen in weißen Gewändern und mit Kränzen auf dem Haupt und singen vom Geschehenen, Gegenwärtigen und Zukünftigen „zur Harmonie der Sirenen“. Im Hinhören auf den logos werden dem inneren Ohr die Dissonanzen des Weltstreits als Konsonanz vernehmbar und im bloßen Zufall sieht das Auge des Geistes das ihn regierende Weltgesetz.

12 2. Weltgeschehen als Streitgeschehen – Zur polaren Deutung der Welt Heraklit steht mit seiner Deutung des Seienden in der Tradition des griechischen Weltdenkens, die er gleichzeitig kritisiert und „radikalisiert“. Ist in der Ilias das Weltgeschehen wesentlich „Streitgeschehen“, so erhebt Heraklit dieses Geschehen zum „Gesetz“ allen Seins, wenn alles auf der Welt „entsteht durch Streit und Notwendigkeit“ (B 80). In diesem „Streit“ der Weltkräfte waltet die strenge Rechtsordnung der Dike. Darin liegt die Vertiefung eines Grundgedankens des Anaximander.

Als ein jenseits der Sphäre des irdischen Lebens und seiner Vergänglichkeit liegendes Reich der Wahrheit ist es für die Sterblichen unbetretbar, es sei denn göttliche Pferde, gespannt vor irdischem Wagen, führen einen Sterblichen unter dem Geleit der Sonnenmädchen über eine steinerne Schwelle in ein überirdisches Reich, in dem ihm die Göttin des offenbarenden, scheidenden und bestimmenden Rechts die Wahrheit über das Seiende und die Welt der Sterblichen offenbart. 2005 16:57 Uhr Seite 37 Parmenides Lehrgedicht des Parmenides seinen unverkennbar griechisch-religiösen Charakter.

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