Die Bergpredigt. Exegetische Untersuchung ihrer jüdischen by William David Davies

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By William David Davies

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Bei Lk ist das Herabsteigen der ,Wolke' die Ursache der Furcht (9,34 b). ' Und es ist eine Furcht, die sie auf die Knie zwingt. Zum Zeichen ihrer Verehrung fallen sie auf ihr Angesicht, wie es bei Epiphanien üblich war (siehe Gen 17,3 - Abraham vor Gott; 1 Sam 24,9 - David vor Saul; 2 Sam 9,6 - Mephiboscheth, der Sohn des Jonathan, vor David; Dan 10,9 - Daniel vor einem, ,der einem Menschen gleich war'). ' Unsere Untersuchung der Verklärungsgeschichte ist abgeschlossen. Hier scheint Mt überzeugender als bei irgendeinem anderen Material, das wir bisher untersucht haben, das Material des Mk geändert und neugeordnet zu haben, nicht nur aus Motiven einfacher Ehrfurcht heraus (wie bei dem vorzugsweisen Gebrauch des Wortes ,Herr' in 17,4 statt dem Wort Rabbi bei Mk 9,5 und Meister bei Lk 9,33, und des Zusatzes ,Willst du' in 17,4 statt des weniger höflichen ,wir wollen Hütten machen' in Mk 9,5), sondern mit der besonderen Absicht, J esus als Mose zu zeigen, wenn auch als einen Mose, den J esus, der einzigartige und endgültige Lehrer der Menschheit ablöst.

Warum wird in einem Evangelium, wo so vieles die Anwendung dieser Begriffe herauszufordern scheint, wo die Substanz des neuen Gesetzes, des neuen Sinai, des neuen Mose gegenwärtig ist, offensichtlich gezögert, diesen Begriffen deutlich Ausdruck zu verleihen? Vielleicht können eschatologische Erwartungen und Verhältnisse innerhalb des Judentums des ersten Jahrhunderts diese Zweideutigkeit klären und die Vorsicht des Mt erklären. In dieser Hoffnung werden wir beides in den nächsten zwei Kapiteln erforschen.

Wir haben an anderer Stelle14 die Heterogenität des Judentums im ersten Jahrhundert betont. Darauf ist in den Werken von Daube, Goodenough, Lieberman und Morton Smith genügend Nachdruck gelegt worden15, als daß man es in dieser Frage übersehen könnte. Auf der anderen Seite ist auch beobachtet worden, daß etwa im ersten Jahrhundert jene Bewegung, die ihren größten Impuls von Esra bekommen hatte und dazu bestimmt war, aus dem jüdischen Volk ein Volk der Tora zu machen, zum Ziel gekommen war: Der Pharisäismus war wohl etabliert, auch wenn seine Bedeutung im ersten Jahrhundert oft überbetont worden ist16 • Und für viele Juden war die Tora zum Eckstein des Lebens geworden.

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