Der Mann, der den Zügen nachsah by Georges Simenon

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By Georges Simenon

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Wagte sie zu fragen. Das war seine Rettung. Er würde ein bißchen zögern. « Ihre Augen waren gerötet, auch die Nase, wie jedesmal, wenn sie geweint hatte. Sie wagte nicht, ihm ins Gesicht zu sehen, ein Zeichen, daß sie sich ihre eigenen Gedanken machte. « »Nein! « fragte er unwirsch. « Sie weinte nicht, aber dicke Tränen rollten ihr über die Wangen. « Dieses Wort würde sie niemals verstehen, sie würde niemals wissen, daß es das zärtlichste Wort war, das er je im Leben an sie gerichtet hatte. « Zu dumm, daß auch er nahe daran war zu weinen.

Nicht einmal de Coster selbst hätte das verstanden! Er hatte geglaubt, ihn durch sein Geständnis niederzuschmettern, und Kees war nicht im geringsten niedergeschmettert. Er war höchstens überrascht, daß ein anderer und gerade sein Chef die gleichen Ideen hatte wie er, oder besser die gleichen Träume, denn für Kees waren es einstweilen nur Traumvorstellungen. Die Eisenbahnzüge zum Beispiel. Er war kein Kind mehr und nicht die Mechanik dabei zog ihn an… Wenn er die Nachtzüge besonders liebte, dann, weil er in ihnen etwas Abseitiges, nahezu Lasterhaftes witterte.

Sie war immer ein wenig schamhaft, wenn Kees abends zärtlich zu ihr war, und zuckte beim kleinsten Geräusch zusammen, voller Angst, die Kinder könnten etwas hören. Kees dachte mit aller Kraft an Pamela; doch dann beschwor er, unwillkürlich und ohne sich dessen bewußt zu sein, Bilder des Hauses de Coster en Zoon herauf, Ausschnitte vom Hafen, Schiffe, die gerade Ladung aufnahmen oder löschten, und als er das merkte, drehte er sich schwerfällig auf die andere Seite und begann von neuem: »Wenn ich in ihrem Appartement im Carlton ankomme, werde ich ihr sagen…« Er wiederholte sich Sekunde für Sekunde die 41 Geschehnisse, wie er sie voraussah.

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