Das Regierungsprogramm des Himmelreichs. Eine Auslegung der by Klaus Wengst

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By Klaus Wengst

Jesu Lehre auf dem Berg - traditionell als Bergpredigt bezeichnet - ist ein zentraler Teil des Matthäusevangeliums. In dessen Gesamtkontext ist Jesus Lehrer, aber auch endzeitlicher Richter und König. So lässt sich die Bergpredigt als Regierungsprogramm des Messias Jesus verstehen. Sie soll umgesetzt werden von Jesu Schülerschaft, von der Gemeinde, geht aber intentional darüber hinaus. Am Ende des Evangeliums kommen "alle Völker" in den Blick: Nicht nur an Israel richtet sich Jesu Lehre, auch die Völker sollen mit Israel mitlernen. Dementsprechend erweist sich Jesus in seiner Lehre nicht als jemand, der "das Gesetz" überbietet oder abschafft, sondern er redet als Ausleger der Tora. Seine Aussagen stehen ganz und gar innerhalb des Judentums.
Diese Auslegung der Bergpredigt richtet sich nicht nur an TheologInnen, sondern will dazu beitragen, Jesu Lehre auf dem Berg auch einem breiteren interessierten Publikum neu zugänglich zu machen.

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Die in Vers 9 Beglückwünschten werden in Luthers Übersetzung mit "die Friedfertigen" wiedergegeben. Dieses Wort hat heute einen passiven Klang. Gemeint sind aber nicht "die dummen Friedenslämmer", die alles mit sichund anderen! - machen lassen, sondern diejenigen, die "Frieden fertigen". Diese aktive Bedeutung hatte das Wort "Friedfertige" bei Luther. Er selbst legt diese Stelle so aus: "Hier preist der Herr ... " Er folgert daraus, "dass, wer ein Christ und Gottes Kind sein will, nicht allein keinen Krieg und Unfrieden anfange, sondern zum Frieden helfe und rate, wo immer er kann, auch wenn genug Recht und Ursachen zum Krieg gegeben wären".

Das zeigt sehr schön eine andere Tradition im babylonischen Talmud, in der Bedingtheit und Unbedingtheit nebeneinander stehen: ",Wenn ihr das Verhalten von Kindem an den Tag legt, werdet ihr Kinder genannt; wenn ihr nicht das Verhalten von Kindem an den Tag legt, werdet ihr nicht Kinder genannt'- Worte Rabbi Jehudas. Rabbi Me'ir sagt: ,So oder so, ihr werdet Kinder genannt"' (Qidduschin 36a; Bava Batra lOa). Es zeigt sich also ein Zusammenhang von Gotteskindschaft und Tun der Tora als deren Kennzeichen.

Aaron gilt als Musterbeispiel für einen Friedensstifter. " Wie er das macht, wird ausführlich in einer auf Rabbi Mei:r zurückgeführten Tradition erzählt, nämlich in geschickten Einzelgesprächen zwischen verfeindeten Menschen (Avot de Rabbi Natan, Fassung A, 12). Ähnlich verhält es sich im Midrasch Kalla Rabbati 3,4. Dort ist die Friedensstiftung interessanterweise mit der Demut verbunden. - wäre. " Auch von Rabbi Mei:r wird gesagt, dass er zwischen Streitenden "Frieden erarbeitete" (babylonischer Talmud, Gittin 52a).

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